Was passiert beim Poker eigentlich bei gleicher Hand? Also wenn beide Spieler nach der letzten Setzrunde die vermeintlich beste Hand haben?

Erfahre es in diesem Artikel.

 

 

Poker-Grundlagen: Was passiert bei gleicher Hand?

Zuerst einmal müssen wir definieren, was genau »bei gleicher Hand« bedeutet.

Es könnte bedeutet, dass zwei Spieler wirklich exakt die gleiche Hand haben oder dass zwei Spieler nur auf den ersten Blick die gleiche Hand haben.

Das lässt sich am besten anhand eines Beispiels erklären.

 

Beispiel: Exakt gleiche Hand

Nehmen wir zuerst mal ein Beispiel, in dem beide Spieler wirklich exakt die gleiche Hand haben.

Handkarten Spieler 1:

AK

Handkarten Spieler 2:

AK

Tischkarten:

A 10 10 4 3

Ergebnis:

In diesem Beispiel bilden beide Spieler die gleiche Hand aus den 5 bestmöglichen Kartenkombinationen. 

In diesem Fall haben beide Spieler folgende Hand: A K 10 10 4

Das bedeutet, dass der Pot (gesetzte Chips in der Tischmitte) 50/50 unter den beiden Spielern aufgeteilt wird.

Das nennt sich »Split Pot«, da der Pot aufgeteilt wird.

 

Beispiel: Nicht wirklich gleiche Hand

Nehmen wir dann mal ein Beispiel, in welchem beide Spieler nur auf den ersten Blick die gleiche Hand haben.

Handkarten Spieler 1:

AK

Handkarten Spieler 2:

KQ

Tischkarten:

K 10 10 4 2

 

Ergebnis:

In diesem Fall haben beide Spieler das gleiche Pärchen, richtig? Ja, das stimmt.

Allerdings haben beide Spieler nicht die gleiche Hand. Die Hand von Spieler 1 ist besser.

Warum? Weil Spieler 1 folgende Hand hat: A K K 10 10

Spieler 2 hat folgende (schlechtere Hand): K K 10 10 4

Spieler 1 hat den besseren »Kicker«. So nennt man die Beikarte seines Pärchens in diesem Fall. Und das ist in diesem Fall ein Ass und bei Spieler 2 nur eine Dame. 

Damit gewinnt Spieler 1 den gesamten Pot für sich alleine.

 

Entscheidend für die bessere Hand sind immer die 5 bestmöglichen Kartenkombinationen

Um zu entscheiden, wer die beste Hand hat, ist es immer wichtig die 5 bestmöglichen Karten zusammenzulegen.

Aus den insgesamt 7 Karten (2 Handkarten, 5 Tischkarten) werden nämlich nur die 5 bestmöglichen Kartenkombinationen gewertet.

Häufig sieht es nämlich nur auf den ersten Blick nach einer identischen Hand aus, obwohl einer der zwei Spieler eigentlich die bessere Hand hat.

Es kann übrigens auch vorkommen, dass die Handkarten der Spieler gar nicht in diese 5 besten Karten eingerechnet werden.

Das wäre z.B. in diesem Fall so:

Handkarten Spieler 1:

22

Handkarten Spieler 2:

33

Tischkarten:

K K K A A

 

Ergebnis:

In diesem Fall haben beide Spieler ein Full House mit 3 Königen und 2 Assen. Die Paare auf den Händen der Spieler werden hier gar nicht zu den 5 besten Karten angerechnet.

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